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3Aug/1113

Oliver Bünte

Slim fit – 13” MacBook Air 1,8 GHz i7 mit 256 GB SSD (Mid 2011) im Test

Wer viel unterwegs ist, weiß ein schmales, leichtes und leistungsfähiges Notebook zu schätzen. Mit etwa 1,3 Kilogramm Gewicht und einer Höhe zwischen 17 und 3 Millimetern gehört das aktuelle 13'' MacBook Air zu den Geräten, die nicht dick auftragen und trotzdem ordentliche Performance bieten. Möglich machen das in der maximalen Ausbaustufe ein 1,8 GHz Dual-Core Intel Core i7 mit 4 MB gemeinsam genutztem L3-Cache, 4 GB RAM, ein 256 GB Solid State Drive (SSD) zusammen mit dem neuen Betriebssystem Mac OS X Lion. Ob man bei dieser geballten Power auf einen separaten Grafik-Chip, DVD-Laufwerk und ein paar Schnittstellen verzichten kann, zeigt der folgende Hardware-Test.

Zeitgleich mit dem Erscheinen der neuen MacBook-Air-Serie wurde das einfache MacBook eingestellt. Als Einstiegsmodell gilt nun das 11" MacBook Air. Man muss kein großer Prophet sein, um anzunehmen, dass das nur Apples erster Schritt ist, die gesamte MacBook-Reihe im Laufe der Zeit gründlich umzustrukturieren. Mit der zunehmenden Miniaturisierung und der gestiegenen Leistungsfähigkeit von mobilen Prozessoren, den neuen, superschnellen SSD-Speichern und verbesserter Akku-Technik können deutlich schmalere, performantere und trotzdem stromsparendere Notebooks gebaut werden. Festplatten mit drehenden Teilen, die viel Wärme (und Krach) produzieren und ordentlich Strom benötigen, werden zum Auslaufmodell. Und auch DVD-Laufwerke werden nur noch für das Abspielen eines Films benötigt, nicht aber, um etwa Daten auszutauschen. Hier bedient man sich bestenfalls noch USB-Sticks oder gibt Daten über Cloud-Speicher wie Dropbox & Co. weiter. Dementsprechend ist es wahrscheinlich, dass das Konzept des MacBooks Air ohne DVD-Laufwerk und in ultra-flacher Bauweise in zukünftigen Generationen der MacBook-Pro-Reihe übernommen wird.

Das neue 13'' MacBook Air kommt in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten mit Intel Dual-Core Prozessoren von 1,6 und 1,7 GHz i5 bis maximal 1,8 GHz i7 sowie SSDs mit 128 GB und 256 GB daher. Als Testgerät stand die maximale Ausbaustufe mit 1,8 GHz i7 und 256 GB SSD zur Verfügung. Die genauen technischen Daten des Testgeräts sind im Kasten zusammengefasst. Der Kaufpreis für diese Ausstattungsvariante beträgt 1649 Euro.

Technische Daten MacBook Air 1,8 GHz i7
Prozessor: 1,8 GHz Dual-Core Intel Core i7 mit 4 MB gemeinsam genutztem L3-Cache
Grafik: Intel HD Graphics 3000 mit 384 MB DDR3 SDRAM (gemeinsam genutzt mit Hauptspeicher)
Display: 13,3 Zoll TFT LC-Display (glossy, 1440 x 900 Pixel (nativ)) mit LED-Hintergrundbeleuchtung
Speicher: 4 GB 1333 MHz DDR3 Arbeitsspeicher (On-Board)
Festspeicher: 256 GB Samsung SSD
Kamera: 2560 x 1600 Pixel
Wi-Fi: 802.11n (kompatibel mit IEEE 802.11a/b/g)
Bluetooth: Bluetooth 4.0
Schnittstellen: 2x USB 2.0, 1x Thunderbolt, 1x 3,5 mm Kopfhöreranschluss kombiniert mit Mikrophon, 1x SD card slot
Akku: 50 Wh, Lithium-Ionen Polymer
Akkulaufzeit: 6 Stunden 11 Minuten (eigene Messung)
Netzteil: 45 Watt
Maße: 32,5 x 22,7 cm x 1,7 (0,3) cm
Gewicht: 1,35 kg
Preis: 1649 Euro

Ausgepackt

Der Lieferumfang ist spartanisch: Außer dem Gerät, Netzteil mit 45 Watt MagSafe Power Adapter, länderkonformen Netzstecker sowie einem Verlängerungskabel mit passendem Netzstecker befinden sich lediglich eine Kurzanleitung und die obligaten Apple Aufkleber im Karton. Der bei älteren MacBook Airs beiliegende USB-Stick mit Mac OS X zur Wiederherstellung des Systems und der USB-Ethernet-Adapter fehlen. Der Ethernet-Adapter schlägt jetzt mit 29 Euro extra zu Buche. Ein teures Zusatzteil, das weniger für Privatanwender von Interesse ist, die eine Internet-Verbindung ohnehin per WiFi aufbauen, sondern hauptsächlich für Geschäftsleute, die sich per Kabel in ein Firmen-LAN einloggen müssen.

Das Mac OS Rettungssystem befindet sich auf einer eigenen Partition auf der SSD. Dies beschneidet den SSD-Speicher von 256 GB lediglich um rund 650 MB und ist damit zu vernachlässigen. Die Wiederherstellung erfolgt aus einem Time Machine Backup. Der Wiederherstellungsmodus wird mit der Tastenkombination CMD + R während des Bootvorgangs aufgerufen. Der Vorteil dieser Variante gegenüber einem Notsystem auf USB-Stick: Das Rettungssystem ist immer dabei, während der USB-Stick auch mal zu Hause in der Schublade vergessen werden kann. Die Einsparung eines USB-Sticks ist auch aus ökologischen Gründen ein guter Schritt von Apple.

Äußerlichkeiten

Das neue MacBook Air unterscheidet sich äußerlich kaum von dem Modell 2010. Die Ausmaße sind mit 32,5 x 22,7 cm gleich geblieben. Das Gehäuse ist aus einem Stück Aluminium gearbeitet und der Wertigkeitsfaktor insgesamt sehr hoch. Es gibt kaum ein Notebook, dass mit einer solch hohen Verarbeitungsqualität das Wertgefühl derart gut vermittelt, wie das MacBook Air.

Das Mac OS X Lion Betriebssystem startet aus dem vollständig heruntergefahrenen Zustand innerhalb von 17 Sekunden. Aus dem Ruhemodus erfolgt der Start nahezu ohne Verzögerung.

Display

Das TFT LC-Display mit einer Auflösung von 1440 x 900 Bildpunkten (entspricht 127 dpi) und einem Seitenverhältnis von 16:10 verfügt über eine LED-Hintergrundbeleuchtung. Es werden Panels von Samsung und LG verbaut, die eine unterschiedliche Qualität in Bezug auf Farbbrillanz, Helligkeit und Blickwinkelabhängigkeit aufweisen sollen. Das Testmodell enthielt ein Panel von Samsung. In den beiden höchsten Helligkeitsstufen ist die Ausleuchtung des Displays subjektiv gleichmäßig. Sobald sie heruntergeregelt wird, werden Schwächen in den Randbereichen und Ecken deutlich. Besonders am unteren Rand fällt die Helligkeit merklich ab. Im Vergleich zu ähnlichen Displays spielt das des MacBook Air aber immer noch in der oberen Liga. Die Farben sind satt und der Kontrast ordentlich. Für das Arbeiten im Freien taugt das spiegelnde Display nur bedingt. Outdoor-Worker müssen sich immer ein schattiges Plätzchen suchen, da auf dem Display trotz hervorragender Leuchtstärke bei starkem Lichteinfall wie Sonnenschein kaum etwas zu erkennen ist. Ein mattes Display wäre für mobiles Arbeiten wünschenswert und stünde dem MacBook Air als Rechner für den mobilen Einsatz gut zu Gesicht.

Tastatur und Touchpad

Die vollwertige Tastatur in Standardbreite (ohne Ziffernblock) mit zwölf Funktionstasten, unter anderem für Launchpad und Mission Control des neuen Lion-Betriebssystems, macht im direkten Vergleich zum 2010er MacBook Air einen solideren Eindruck. Einige Tasten des Testmodells hatten jedoch mehr Spiel als andere. Vieltipper dürften den angenehmen Druckpunkt zu schätzen wissen. Die Anschläge sind nur leicht hörbar. Wer beispielsweise als Student in leisen Umgebungen wie in einer Bibliothek arbeiten muss oder während einer Vorlesung möglichst geräuschlos mitschreiben will, der kann problemlos zum MacBook Air greifen.

Für die Arbeit im Schummerlicht ist die Tastatur mit einer Beleuchtung ausgestattet, die manuell geregelt wird oder sich automatisch den Lichtverhältnissen anpasst. Dies funktioniert in der Regel zuverlässig. Wer mobil nur mit Akkustrom arbeitet, sollte die Beleuchtung aber lieber ganz abschalten, um Strom zu sparen und die Laufzeit nicht unnötig zu verkürzen.

Das Touchpad unterstützt Multitouch-Gesten, die unter Mac OS X Lion weiter ausgebaut wurden. Nach kurzer Einarbeitungszeit in die neuen Gesten weiß man ein gut funktionierendes Touchpad zu schätzen und möchte es nicht mehr gegen eine Maus oder einen Trackball eintauschen.

Prozessor, Grafik und Speicher

An inneren Werten birgt das MacBook Air feine Kost: Ein Intel 1,8 GHz i7 Dual Core Prozessor (i7-2677M) mit 4 MB gemeinsam genutzten L3-Cache, der mit Hyperthreading und einem TurboBoost-Modus ausgestattet ist und bei höherem Leistungsbedarf die CPU auf maximal 2,9 GHz im SC- oder 2,6 GHz im DC-Modus hochtaktet. Die Stromaufnahme des Prozessors ist mit 17 Watt moderat, da es sich beim Prozessor um eine Ultra Low Voltage Ausführung (ULV) handelt. Die Grafik ist im Prozessor-Chip integriert. Die HD Graphics 3000 benutzt dabei bis zu 385 MB des RAMs als Bildspeicher. Einen separaten Grafikchip hat sich Apple wohl aus Platz- und Stromspargründen gespart. Von der Leistungsfähigkeit sollte man daher nicht zu viel erwarten. Der Cinebench 11.5 Benchmarktest zeigt, dass die Framerate bei OpenGL magere 10,99 Frames/s beträgt. Für grafiklastige Spiele ist das deutlich zu wenig. Das RAM ist fest verlötet und besteht aus mehreren Modulen mit insgesamt 4 GB DDR3 mit 1333 MHz Taktfrequenz.

Bei normalen Anwendungen wie Surfen, Mailen, Bildbearbeitung usw. bleibt der Prozessor ausreichend kühl, sodass der Lüfter nahezu unhörbar seinen Dienst verrichtet. Bei prozessorlastigen Arbeiten wie Videokodierung oder bei aufwändigen Spielen, die etwas mehr Grafikpower benötigen, ist es mit der Ruhe schnell vorbei. Der Lüfter rauscht dann unangenehm und deutlich hörbar. Das Gehäuse wird dabei im Bereich oben links, wo die CPU verbaut ist, ordentlich heiß.

SSD

Als SSD-Speicher soll Apple Flash-Bausteine von Toshiba und Samsung verbauen. Laut mehreren, unbestätigten Berichten soll die SSD von Toshiba (TS256C) um etwa 20 Prozent langsamer als die von Samsung (SM256C) sein. Augenscheinlich wird im 1,8 GHz Top-Modell aber ausschließlich die potenziell schnellere SSD von Samsung verbaut. Die Flash-Module sind nicht fest verlötet. Bei Bedarf kann die Blade-SSD vom Anwender gegen ein anderes Modell ausgetauscht werden, sofern das entsprechende Werkzeug und Know-how vorhanden ist. Zudem muss das System dann neu aufgespielt werden. Im Benchmark schlug sich die Samsung SSD mit 243 MB/s beim Schreiben und 261 MB/s beim Lesen sehr gut.

Gesamtleistung

Die Gesamtperformance ergibt sich aus der Kombination von i7-Prozessor und schneller SSD. Wer ein gut aufeinander abgestimmtes System haben möchte, kann beim MacBook Air unbesorgt zugreifen. Die Benchmarks sind im Kasten zusammengefasst. Als Vergleichsmodell dient ein 13" MacBook Pro 2,7 GHz i7.

Benchmarktest (Cinebench 11.5) MacBook Air 1,8 GHz i7
CPU: 2.36 Punkte
OpenGL: 10,99 Frames/s
Zum Vergleich 13" MacBook Pro 2,7 GHz i7:
CPU: 3,0 Punkte
OpenGL: 11,4 Frames/s

Keine DVD

Optische Datenträger werden gemeinhin nur noch selten benötigt. Auch umfangreichere Daten werden in der Cloud gespeichert oder per USB-Stick weitergereicht. Musik und Filme können direkt als digitale Version gekauft und heruntergeladen werden, sodass CDs, DVDs oder Blu-ray Discs nicht mehr zwingend benötigt werden. Daher fällt das fehlende optische Laufwerk beim MacBook Air nicht negativ auf. Sofern man doch ein Laufwerk benötigt, muss man es mit 79 Euro für das Apple MacBook Air SuperDrive Laufwerk teuer dazu kaufen. Diejenigen, die nur selten ein DVD-Laufwerk benötigen, um Software zu installieren, können auf ein DVD-Laufwerk eines anderen Rechners im lokalen Netzwerk zugreifen.

Ohne Leine

Weiterhin verfügt das MacBook Air über integriertes WiFi (802.11n) und Bluetooth in der Version 4.0. Bluetooth 4.0 vergrößert die Reichweite von ursprünglich zehn auf bis zu 50 Meter und arbeitet stromsparender. Das gilt allerdings nur bei der Übertragung kleiner Datenmengen. Bei kontinuierlichen Datenströmen, wie sie etwa bei der Audioübertragung zu Bluetooth-Headsets auftreten, ist der Stromverbauch ähnlich hoch wie unter Bluetooth 3.0.

Eine Anbindungsoption an den mobilen 3G-Datenfunk fehlt dem MacBook Air. Das schränkt die mobile Verwendung ein. Dass es anders geht, zeigt das iPad 3G. 3G lässt sich beim MacBook Air nur über einen sperrigen UMTS-Stick am USB-Port nachrüsten und beeinträchtigt Handhabung und Optik.

Audio

Einige Nutzer werden sich fragen, wo denn die verbauten Stereo-Lautsprecher zu finden sind, denn es sind keine Aussparungen im Gehäuse zu sehen. Ganz einfach: Der Ton wird durch die Tastatur hindurch ausgegeben. Trotzdem ist der Sound ungewöhnlich gut. Die Bässe hören sich subjektiv ordentlich an, Verzerrungen treten nicht übermäßig und unangenehm störend auf.

Webcam

Das MacBook Air verfügt über eine Webcam mit einer Auflösung von 2560 x 1600 Bildpunkten. Die Kamera, die für Videokommunikation wie Facetime eingesetzt werden kann, befindet sich nicht auf dem hohen Niveau, wie der Rest der Hardware. Sie liefert schwammige, unscharfe Bilder. Bei dunklen Lichtverhältnissen tritt deutliches Bildrauschen auf. Die Verwendung der Cam macht in dieser Form keinen Spaß und sollte beim nächsten Modellwechsel unbedingt gegen ein besseres Modell ausgewechselt werden.

Schnittstellen

Die Schnittstellen sind dünn gesäht: Auf der linken Seite befinden sich ein MagSave-Anschluss für das Netzteil, eine USB-2.0-Schnittstelle mit 480 MBit/s, ein Kopfhöreranschluss sowie ein Mikrofon. Möchte man lieber ein externes Mikrofon benutzen, so muss man auf ein spezielles Apple Earphone mit integriertem Mikro und Fernbedienung zurückgreifen. Headsets mit doppeltem Klinkenstecker können nicht benutzt werden. Alternativ greift man auf ein USB-Headset oder ein Bluetooth-Headset zurück. Ein Audio-in ist nicht vorhanden. Wer Sounds digitalisieren möchte, muss auf einen externen USB-Audio-Adapter zurückgreifen.

Die USB-Schnittstellen liefern genügend Strom, um leistungshungrige Geräte zu bedienen. Das iPad lässt sich problemlos am USB-Port des MacBook Airs aufladen. Aber Vorsicht: Beim Anschluss am linken USB-Port wird die Schnittstelle sehr warm. Da direkt daneben der Prozessor untergebracht ist, springt der CPU-Lüfter innerhalb kürzester Zeit an und verfällt in unangenehmes Dauerrauschen. Es empfiehlt sich deshalb, solche USB-Geräte lieber am USB-Port auf der rechten Seite anzuschließen.

Dort befindet sich außerdem ein SDXC-Card-Slot und als Neuheit der universelle Thunderbolt-Anschluss, der den bisherigen MiniDisplay-Port ablöst. Über den neu von Apple und Intel gemeinsam entwickelten Anschluss können verschiedene Peripheriegeräte wie beispielsweise Massenspeicher, Videoaufzeichnungsgeräte oder HD-Displays angeschlossen werden. Die Transferrate ist mit zwei Kanälen zu je 10 GBit/s etwa 20 mal schneller als USB 2.0, 12 mal schneller als FireWire 800 und immerhin doppelt so schnell wie USB 3.0. Vielleicht ist Letzteres auch der Grund, warum im MacBook Air noch die langsameren USB 2.0 Schnittstellen verbaut wurden, die damit im Gegensatz zu USB 3.0 keine direkte Konkurrenz zu Thunderbolt darstellen. Dass Apple beim MacBook Air kein USB 3.0 verbaut, ist ein klares Manko. Denn bisher ist es mit der Verbreitung von Geräten mit Thunderbolt-Schnittstelle nicht besonders weit her und es ist ungewiss, ob sich Apple und Intel mit dem Wunsch, Thunderbolt als neuen, universellen Anschluss für unterschiedliche Geräte einzuführen, tatsächlich durchsetzen können. Die Technik ist aufwändig, da jeweils ein Controller in den Geräten sowie einiges an zusätzlicher Elektronik in den Kabeln verbaut ist. Entsprechend kostspielig sind die Kabel, mit denen mehrere Geräte in Reihe angeschlossen werden können. Von Apple wird das Thunderbolt-Kabel für atemberaubende 49 Euro angeboten.

Ein gängiger Monitoranschluss ist am MacBook Air nicht vorhanden. Entweder man beißt in den sauren Apfel und kauft Apples neues 27''-Thunderbolt-Display mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixel, integrierter HD-Kamera, diversen USB-2.0-Anschlüssen, Ethernet-Schnittstelle und FireWire 800 für 999 Euro dazu oder greift auf einen Adapter zurück. Thunderbolt ist abwärtskompatibel mit dem DisplayPort mit Mini-DisplayPort-Steckern. Laut AnandTech ist im MacBook Air lediglich ein beschnittener Thunderbolt-Chip mit der Bezeichung "Eagle Ridge" verbaut, der einen DisplayPort und zwei bidirektionale 10-Gigabit-Kanäle zur Verfügung stellt. In den aktuellen MacBook Pros sind es zwei DisplayPorts und vier Kanäle. Möchte man ein VGA- oder DVI-Display anschließen, dann wird für den passenden Apple Adapter je 29 Euro fällig. Für den Anschluss über HDMI stehen Adapter verschiedener Hersteller, nicht aber von Apple, zum Kauf. Es ist nicht sicher, ob diese den vollen Funktionsumfang unterstützen.

Akkulaufzeit und Ladezeit

Die Akkus nehmen den meisten Raum im MacBook Air ein. Die Akkulaufzeit wurde im Test bei halber Bildschirmhelligkeit, abgeschaltetem Bluetooth und ohne Tastaturbeleuchtung mit 6 Stunden 11 Minuten gemessen. Dabei wurden Standardarbeiten wie Surfen, Mailen, Textverarbeitung, Dateioperationen und Programminstallationen durchgeführt. Dieses Anwendungszenario dient nur als Beispiel und stellt lediglich einen groben Anhalt dar. Bei anderen Anwendungsfällen kann die Akkulaufzeit deutlich variieren. Der Akku selbst war in 2 Stunden 42 Minuten wieder vollständig geladen. Auch hier sind Abweichungen möglich.

Fazit

Das MacBook Air stellt einen Kompromiss aus Größe, Gewicht, Leistungsfähigkeit und Akkulaufzeit dar. Durch die geringen Maße eignet es sich für den mobilen Einsatz, kann aber bei Bedarf mit externem Display und einer optionalen Tastatur auch als Desktop-Ersatz dienen. Wer allerdings die volle Leistung eines Desktop-Rechners erwartet, der sollte lieber zu einem iMac oder bei gewissen Mobilitätsansprüchen auf ein MacBook Pro zurückgreifen. Einige Modelle der Pro-Serie bieten im Vergleich schnellere Prozessoren, einen dedizierten Grafik-Chip, DVD-Laufwerk und mehr Schnittstellen. Nichtsdestotrotz ist das MacBook Air ein hervorragendes Notebook, das sich durch die aufeinander abgestimmten Bauteile in der Gesamtperformance mit deutlich gewichtigeren Notebooks messen kann. Eine absolute Kaufempfehlung für alle, die ein besonderes Notebook haben wollen.

Fotos: Oliver Bünte

Über den Autor Oliver Bünte

Journalist, Historiker und bekennender Technikfreund (nicht Freak!), beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit Computern und hat die Entwicklung mobiler Technik von Handys und PDAs bis hin zu Smartphones und Tablets von Anfang an kritisch begleitet. Als Historiker, Politologe und IT-Experte sitzt er an der Schnittstelle zwischen Geisteswissenschaften und Technologie. Dadurch hat er einen besonderen anwendungs- und praxisorientierten Blick dafür entwickelt, was den Nutzer wirklich interessiert, und vermittelt dies tagtäglich als Journalist und aktiver Blogger auf notebookjournal.de und vivacities.de.

Kommentare (13) Trackbacks (0)
  1. Kein USB 3.0 und kein vernünftiger Monitoranschluss. Für mich damit nicht zu gebrauchen.

  2. Mirko, was verstehst du unter vernünftig? Ist doch ein Minidisplayport drin. Du benötigst eben nur einen passenden Adapter für VGA, DVI oder HDMI. Ich gebe zu, dass die ziemlich teuer sind. Aber wer sich ein so teures Gerät kaufen kann, den wird das auch nicht jucken. USB 3.0 würde auch auf meiner Wunschliste stehen.

  3. Ich meinte damit einen Direktanschluss. Mir ist klar, dass an einem Notebook nicht alle gängigen Monitoranschlüsse dran sein können, aber wenigstens HDMI wäre gut gewesen.

  4. Das ist halt Apples Verkaufspolitik. alles mus einzeln nachgekauft werden. Neu ist das nicht und scheint ja auch gut zu klappen. Ich habe mir ein MBP gekauft und bin damit zufrieden, weil es einfach funktioniert. Wenn es dann etwas mehr als ein Windows Rechner kostet, ist mir das egal. Ich will jetzt aber keine Diskussion Apple vs. Microsoft heraufbeschwören. HDMI Adapter funktioniert übrigens an meinem MBP.

    Ich habe das MBA i5 im Apfelgeschäft angesehen. Das läuft wirklich alles ganz schön fix. Da hört man keinen Lüfter. Ist schon ein cooles Teil.

  5. Also ich habe den iWires MiniDisplayport auf HDMI-Adapter aus dem Appe Store und der funzt bei mir am Macbook Air nicht richtig. Der Ton wird nicht übertragen. Oder muss ich noch irgendwas einstellen?

  6. @Carsten:
    In der Beschreibung zum HDMI-Adapter steht nur etwas von der Kompatibilität zu MacBooks und iMacs ab 2010, aber nichts von MBA. Wahrscheinlich hat das MBA wieder eine eingeschränkte TB-Schnittstelle. Wäre echt blöd.

    Wenn jemand was genaues weiß, bitte mal hier posten. Würde mich auch interessieren.

  7. Genau HDMI eingebaut, dann wäre das MacBook Air auch noch Dicker, nur wegen des Anschlusses, dass dann gerade mal 0.5% der USER benützen …

  8. @madmax
    Woher weißt du, dass nur 0,5 % HDMI benutzen wollen? Gibt es da belegbare Zahlen? Die Steckergröße ist kein Argument. Es gibt Mini und Micro HDMI Stecker.

  9. Verstehe das Problem nicht. Am MBA ist ein Thunderboltanschluss mit integrierten Minidisplayport. Daran lassen sich über passive Adapter Monitore über VGA, HDMI und DVI anschließen. Oder wenn man möchte das Apple Display. Das reicht doch. Es gibt preiswerte HDMI Adapter für 10 EUR bei Amazon oder in der Bucht. Einfach mal suchen.

  10. Der Networx HDMI Adapter überträgt bei mir kein Audiosignal über Thunderbolt am MBA. Jedenfalls kommt auf meinem Samsung Fernseher kein Ton an. Angeblich soll das funktionieren. Muss ich was einstellen oder läuft es mit dem Adapter nicht?

  11. Habe das gleich Prob wie Knusi. Konnte keine Einstellungen finden. Anscheinend funktioniert das mit dem Ton nicht.

  12. Mein HDMI Adapter habe ich von Gravis. Verkäufer sagte, dass damit Audioausgabe möglich ist. Steht auch auf der Verpackung. Bei mir kommt nichts raus. Habe das mit Toshiba und Samsung TV und Samsung Display probiert. No Sound! Bild läuft immer.

  13. Sofern der Adapter die Übertragung von Audio unterstützt, sollten unter Systemeinstellungen -> Ton -> Ausgabe HDMI-Lautsprecher aufgelistet werden. Die dann einfach anwählen.


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